Lange Nacht der Museen 2003 – Ein Bericht

 


 

OK, die Ausgangslage: Zwei Erwachsene und zwei Kinder wollen die „Lange Nacht der Museen“ (LndM) besuchen und machen sich einen Plan, was sie alles Besuchen wollen. Also den Plan machen eigentlich die Erwachsenen und lassen ihrem kindischen Gemüt freien Lauf. Vom Foltermuseum über das Esperanto bis hin zum Heinl-Schokomuseum reichte die Auswahl. Auf die Frage, was sich denn die Kids ansehen wollen, kam außer beim Schoko-Museum die lapidare Antwort „was ihr sehen wollt“.

Erstes Opfer der üblichen Verspätung – wir waren ja mit einer Frau unterwegs ;) - war dann aber genau dieses Museum, da es sich im 23. Bezirk (tiefster Süden bei der SCS) befindet, wir aber aus dem Norden kamen. Aber dafür haben wir noch den Demel am Graben in die Liste aufgenommen – frisch glasierte Sachertorten soll man ja nicht ausschlagen. :D

Neuer Startpunkt war also das Foltermuseum im 6. Bezirk beim Haus des Meeres. Noch mit dem Auto unterwegs, bekamen wir sofort einen Parkplatz – eine Seltenheit, ist doch das Apollokino gleich ums Eck. Das Museum selber war gut besucht aber nicht übervoll. Der Kauf der Karten gestaltete sich daher recht gemütlich – im Gegensatz zum Gedränge am Heldenplatz. Die Ausstellung selber war interessant, einzig die dauernd plappernden Kinder der anderen Besucher – man bekommt manchmal den Eindruck, das Mundwerk wird zum Denken benötigt – störten etwas. Im Rahmen der LNdM war der Besuch des Foltermuseums absolut lohnenswert, ob sich die normale Einzelkarte auch lohnt, wage ich zu bezweifeln.

Weiter ging dann der Ritt im Auto zum Heeresgeschichtlichen Museum im Arsenal – mein spezieller Wunsch für diesen Abend, obwohl ich ja bekennender Zivildiener bin. Auch hier noch kein Parkplatz-Problem, es zeigte sich aber bereits klassische LndM-Problem. Riesige, interessante Ausstellungen aber leider viel zu wenig Zeit. Nachdem wir durch die Halle des 2ten Weltkrieges gewandelt sind, hielt wir uns primär in der Ausstellung „Seemacht Österreich“ auf. Schon ewig wollte ich dorthin, endlich habe ich sie gesehen. Absolut interessant und sehenswert – IMHO. ;-) Nach einem Abstecher beim Max verließen wir die gastliche Stätte, ohne überhaupt die Säle im ersten Stock gesehen zu haben. Das heeresgeschichtliche Museum ist auf jeden Fall einen Besuch wert.

Nun lenkten wir unser Gefährt in den ersten Bezirk und nach 2x Kreisen und dem Versuch, in eine geschlossene Garage einzufahren fanden wir dann doch recht schnell einen Parkplatz. (Tipp: Die Busse in der Innenstadt fahren nicht all zu lange, danach kann man ganz legal in den Haltestellen parken). Nun hirschten wir von der Freyung zum Stephansplatz, wo wir uns mit Freunden treffen wollten. Auf dem Weg dorthin kamen wir beim Demel vorbei, worauf wir uns entschlossen, diesen nicht zu Besuchen, konnte man die Menschenmassen vor dem Geschäft kaum durchdringen, um weiterzugehen.

Nach einem großen Espresso für mich, einem kleinen für die beste Freundin der Welt und einem riesigen Eis für die Kids – nochmals einen großen Dank an die spendable Tante - ging es weiter. Geplant war ein Besuch im Esperanto-Museum, gefolgt vom Schmetterlingshaus – beides in der Hofburg. Nachdem ich aber – quasi unter inquisatorischer Befragung – gestehen musste, dass ich noch nie in der Schatzkammer war, lenkten wir unsere Schritte dorthin. Ebenfalls eine beeindruckende Ausstellung. Getrübt wurde der postitive Eindruck leider durch die herrschende Hitze und das Bauchweh eines der Kids (ich sage nur Rieseneis um 22:00, aber ich bin ja nicht der Papa).

Nachdem dann alle schon ziemlich fertig waren und die kulinarische Versorgung am Heldenplatz aus einem Dönerstand mit einer Megaschlange davor bestand, wendeten wir uns von unserer Planung ab und überfielen den Mc Donalds bei der Hauptuni, wo auch unser Auto stand. Nach einer dringend notwendigen Labung unserer Körper beschlossen wir noch, auf dem Heimweg beim Filmmuseum im 19. Bezirk vorbei zu schauen. Da das Bauchwehkind aber auf dem Weg dahin bereits einschlief – es war jenseits von 24:00 Uhr – strichen wir auch diesen Besuch und fuhren Fußmarod, verschwitzt und müde heim.

Die Lange Nacht der Museen hat sich auf jeden Fall ausgezahlt und ich möchte auch nächstes Jahr wieder hin – wieder mit der flexiblen Planung und der besten Freundin von allen. Den Veranstaltern werde ich noch den Tipp geben, für eine bessere kulinarische Versorgung zu sorgen – das hätte das ganze abgerundet. Den nicht-Wienern unter den Lesern kann ich nur empfehlen, für die nächste LNdM nach Wien zu kommen - mit gutem Schuhwerk!


Die Meldung finden Sie im Original unter http://www.cargal.org/drupal/node.php?id=429

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[Dienstag, 20040803, 18:45 | permanent link | 0 Kommentar(e)

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