iiiiiii day

Unter dem Titel „Total Vernetzt” stand der e-day der Wirtschaftskammer Österreich am 5. März 2009. Spät aber doch muss ich ein wenig Senf dazu los werden. Fangen wir mit den positiven Punkten an: Vernetzt habe ich mich an dem tag gut. Viele alte Bekannte getroffen, Freundschaften erneuert und vertieft und auch einige neue Personen kennen gelernt. Von der Seite aus ein voller Erfolg. Auch die Podiumsdiskussion am Ende des Tages (Datenschutz 2.0 - Wachstumsmotor oder -bremse) war, nicht zuletzt aufgrund der Teilnehmer (Peter Purgathofer von der TU, people123, ..) sehr interessant. Leider konnte ich nicht bis zum Schluss bleiben. Leider konnte und kann ich dem Event sonst nicht viel abgewinnen. So waren die Eröffnungsreden (wie zu erwarten) langweilig, und auch die Podiumsmdiskussionen – soweit ich sie mitbekommen habe – nicht wirklich aufregend. ev. hätte man den Gästen von Xing sagen sollten, dass sie was interessantes erzählen sollen und nicht nur „kauft Mitgliedschaften im weltweit fadesten Social Network” Parolen von sich geben sollen. Lästig waren auch die Themenverfehlungen bzw. die falsche Auswahl der Diskussionsteilnehmer – bei Themen wie „Total Vernetzt” erwarte ich mir keine Vorträge über die Vorteile der e-card oder e-Rechnung. Auch sonst war es um das „vernetzen” im Rahmen des e-day nicht gut bestellt. KEIN kostenloses WLAN für die Besucher, keine vorgegebenen hash-tags, keine facbook-Gruppe oder sonstiges. von der WKÖ abgefeiert wurde allerdings der „Veranstaltungs-Twitter”. Eine Website, an die man eine SMS schicken konnte, die dann – nach einiger Zeit & Kontrolle – auch auf einer Website angezeigt wurde, die in unleserlich kleiner Schrift auch auf die Projektionsfläche in der Keynote Area angezeigt wurden. Parallel dazu hat sich auf Twitter via #eday09 und #eday eine Kommentierung des Events ereignet, die wesentlich zu meiner Unterhaltung an dem Tag beigetragen hat. Ein dickes Minus geht von mir auch an die Fachgruppe Unternehmensberatung und Informationstechnologie (UBIT) der Wiener Wirtschaftskammer, die beriets am 3. März anscheinend einer handvoll, ihnen bekannten, Pressevertretern den „PrivaSec forte” USB-Stick mit TOR Anonymisierungsdienstsoftware vorstellten und dann am 5. März am e-day nicht mal an alle Besucher einen verteilen konnten. IMHO äußerst unprofessionell und schlecht organisiert. Bestürzt war ich auch ob der Tatsache, das anscheinend einige Besucher nichts über den Wurm „Conficker” nicht Bescheid wussten. Zumindest gab es EINIGE Handzeichen bei einer entsprechenden Frage von Gerhard Göschl (Microsoft Österreich), als er einen kurzen Abriss zu dem Thema gab. Hier gibt es anscheinend (leider) noch immer einiges zu tun, um die ONUs bezgl. des Themas IT-Sicherheit aufzuklären. Überhaupt war der ganze Tag etwas chaotisch, da sich die Organisatoren nicht auf ein fixes Zeitschema einigen konnten, wodurch in manchen Räumen schon das nächste Thema begann, während in anderen erst in 30 Minuten Pause gemacht wurde. Hier sollten die Organisatoren nächstes Jahr dringend etwas ändern. Ebenfalls mühsam war die Tatsache, dass manche Präsentation zu reinen Marketingvorträgen der jeweiligen Unternehmen wurden, die mit dem Thema „Total vernetzt” kaum bis gar nichts mehr zu tun hatten. Auch hier läge es meiner Meinung nach im Interesse der Veranstalter, den Vortragenden etwas genauere Vorgaben zu geben. Auch von dem kommunizierten „Besucheransturm” auf den e-day konnte ich nichts bemerken. Ganz im Gegenteil. Je später der Abend um so weniger Besucher waren sichtbar. Wer erst zur abschließenden Podiumsdiskussion, in deren Rahmen der Zuschauerbereich max. zu einem Drittel besetzt war, kam, musste sich durch die abbauenden Aussteller bzw. durch schon leere Räume bzw. Horden von rauchenden Ausstellern und Besuchern kämpfen – das war ziemlich mühsam und grauslich. Aufgefallen ist mir auch die Präsenz von Microsoft im Rahmen dieses Events. Überall haben Microsofties an Panels teilgenommen oder Voträge gehalten (die wie immer alle extrem gut vorgetragen und auch inhaltlich interessant waren). Verwundert war ich dann doch, dass IBM in keinster Weise – nicht einmal als Besucher – vertreten war, legt Big Blue doch schon seit einiger Zeit den Fokus auf „Social Software” und den Mittelstand und hat in diesen Bereichen auch einige sehr interessante Produkte und Lösungen, die auch in Österreich verkaufbar wären. Aber da wird sich schon wer was dabei gedacht haben. Ich persönlich war vom e-day 2009 eher enttäuscht. Wenn sich ein Unternehmen mit Blog, Twitter und Social Networks/Software bis dahin noch nicht auseinander gesetzt hatte, war er IMHO auch nachher nicht wesentlich schlauer. Ansonsten war es (leider) wieder einmal eine Verkaufsveranstaltung. Na mal schaun, was sie nächstes Jahr zusammen bringen werden. Weitere Kommentare zum e-day:

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[Samstag, 20090328, 18:13 | permanent link | 0 Kommentar(e)

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